Risiken beim Peer-to-Peer-Lending verstehen – klug investieren, ruhiger schlafen
Kreditrisiko und Ausfallwahrscheinlichkeit verstehen
Plattformen nutzen Scoring-Modelle, aber Datenqualität, Stichprobengröße und Konjunkturzyklen setzen enge Grenzen. Achte auf Transparenz: Gibt es Kohortenreports, Ausfallkurven, Vintage-Analysen? Fehlt das alles, plane konservativ und reduziere deine Einzelticketgröße deutlich.
Kreditrisiko und Ausfallwahrscheinlichkeit verstehen
Streue über hunderte kleine Kredite, verschiedene Risikoklassen, Branchen, Länder und Servicer. Nutze automatische Strategien mit klaren Limits je Kreditnehmer. Dokumentiere Quoten und überprüfe sie monatlich. Kommentiere, welche Diversifikationsregeln dir bisher am meisten geholfen haben.
Kreditrisiko und Ausfallwahrscheinlichkeit verstehen
Gesicherte Kredite klingen beruhigend, doch Verwertung dauert und kostet. Frag nach Recovery-Quoten, Zeit bis Einzug, Rolle externer Inkasso-Partner. Rechne konservativ: Setze realistische Haircuts an und prüfe, ob Sicherheiten überhaupt werthaltig und rechtlich durchsetzbar sind.
Plattform- und Servicer-Risiko
Insolvenzschutz und rechtliche Struktur
Achte auf getrennte Verwahrung von Anlegergeldern, Treuhandlösungen und Zweckgesellschaften. Gibt es einen Back-up-Servicer bei Ausfall der Plattform? Lies die AGB zum Forderungskauf genau. Frage aktiv nach Insolvenzplänen und dokumentierten Notfallprozessen.
Transparenz über Darlehensanbahner
Wer vergibt die Kredite, welche Anreize bestehen, wie wird Qualität überwacht? Fordere Auditberichte, Kennzahlen zur First- und Third-Party-Collection sowie historische Nettoausfälle. Teile in den Kommentaren, welche Prüfunterlagen dir Vertrauen geben und warum.
Regulatorik und Aufsicht richtig einordnen
Die EU-Crowdfunding-Verordnung schafft Rahmenbedingungen, ersetzt aber keine eigene Prüfung. Nationale Aufsicht, Lizenzstatus und Berichtsregeln variieren. Prüfe, ob die Plattform lizenziert ist, wo sie sitzt und welche Pflichten für Anlegerschutz tatsächlich gelten.
Liquidität, Laufzeiten und Sekundärmärkte
Sekundärmarkt-Realität statt Marketing
Ein Sekundärmarkt verspricht Flexibilität, doch Spreads, Abschläge und Handelsaussetzungen sind üblich. In Krisen steigen Wartezeiten, Rabatte weiten sich aus. Kalkuliere mit Halten-bis-Fälligkeit, nicht mit sofortigem Ausstieg. Erzähle uns, wie liquide dein letzter Verkauf wirklich war.
Laufzeiten-Mismatch und Cash-Management
Wenn kurzfristige Ziele mit langfristigen Krediten finanziert werden, drohen Engpässe. Plane Liquiditätspuffer, gestaffelte Laufzeiten und automatische Reinvestments mit Pausenfunktion. Ein monatlicher Liquiditätsplan verhindert erzwungene Verkäufe zu ungünstigen Preisen.
Stressmomente erkennen und vorbereiten
Pandemie, Zinsschock oder geopolitische Spannungen können Märkte abrupt bremsen. Simuliere Ausfallspitzen, verspätete Zahlungen und eingefrorene Märkte. Lege klare Regeln fest, ab wann du Käufe stoppst, Quoten reduzierst und Kommunikation mit der Community verstärkst.
Zins-, Währungs- und Inflationsrisiken
Steigende Leitzinsen können Ausfälle erhöhen, sinkende Zinsen drücken Neuemissionsrenditen. Prüfe Zinsbindungen, Anpassungsklauseln und Verzugszinsen. Diversifiziere über fixe und variable Strukturen, um Schwankungen zu dämpfen und deine Cashflows planbarer zu machen.
Zins-, Währungs- und Inflationsrisiken
Ein attraktiver Kupon in Fremdwährung kann durch Wechselkursschwankungen neutralisiert werden. Nutze Hedging-Optionen, setze Exposure-Limits je Währung und beobachte politische Risiken. Dokumentiere Ein- und Ausstiegskurse, um reale Erträge korrekt zu beurteilen.
Betrug, Interessenkonflikte und Datenqualität
Manche Kennzahlen sind geschönt: survivorship bias, inaktive Kohorten, fehlende Nettoausfallraten. Fordere Rohdaten, Kohortenanalysen und klare Definitionen. Prüfe, ob verspätete Zahlungen separat ausgewiesen werden und welche Zeiträume tatsächlich abgedeckt sind.
Betrug, Interessenkonflikte und Datenqualität
Verdient die Plattform an Volumen statt Qualität? Gibt es Eigenbestand, der bevorzugt verkauft wird? Frage nach Vergütungsstrukturen, Ankaufsrechten und Prüfmechanismen. Transparente Governance reduziert Risiken spürbar und stärkt das Vertrauen langfristiger Anleger.